Stärkung der Demokratie, Terrorismusbekämpfung, Förderung der Frauen und der Jugend in der Politik: Diese Themen bildeten die Schwerpunkte der diesjährigen Vollversammlung der Interparlamentarischen Union (IPU) in Lusaka (Sambia). Vertiefte Friedensbemühungen waren erkennbar, doch der Dialog muss weitergeführt werden.

 

Die IPU als Bündnis von weltweit 170 Parlamenten tagte im Süden Afrikas zum 134. Mal. Der achtköpfigen Schweizer Delegation gehörten Vertreter aus dem Stände-und Nationalrat an. Als globales Forum wurde in mehreren Kommissionen intensiv über aktuelle Themen diskutiert. Die zahlreichen Gespräche und Zusammenkünfte boten die Basis für die Entwicklung von Resolutionen mit mehr als symbolischem Charakter.

 

Terrorbekämpfung im Vordergrund

Die menschenverachtenden Anschläge in Brüssel während und die ebenso verabscheuenswürdige Attacke in Pakistan nach dem IPU-Treffen machen deutlich, wie aktuell das Thema Terrorbekämpfung ist. Gemeinsame Sicherheit verlangt ein verstärktes kollektives Vorgehen. Diesen Grundsatz wollen die Teilnehmer von Lusaka als Parlamentsangehörige in ihren Ländern in Zukunft noch massiver unterstützen. Als besonderes Schweizer Anliegen wurde eingebracht, religiöse und ethnische Minderheiten besser zu schützen.

Nebst dem stetigen Willen zum Dialog über kulturelle Grenzen hinweg braucht es aber auch die Bereitschaft zum Kompromiss. Auch kleine Schritte können zum Ziel führen. Mein Fazit aus den verschiedenen Sitzungen: Es ist nicht Zeit, weiter zu zögern; es ist Zeit, zu handeln! Dies umso mehr, wenn wir unseren Kindern eine sicherere Welt hinterlassen wollen.

 

IPU macht Sinn

Persönlich war es für mich in Sambia die erste Begegnung mit der IPU. Muss die Schweiz in einer solchen Organisation auch dabei sein? Ja, zwingend sogar. Die Interparlamentarische Union ermöglicht in einer schwierigen geopolitischen Zeit die Anstrengungen für die weltweite Verankerung der Demokratie. Als Mitglied der CVP bin ich aus Überzeugung bereit, auch künftig an diesem Prozess mitzuarbeiten.

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